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Zum besseren Verständnis des Kanzelfries
in der
Pfarrkirche St.Gallus
Urberach.
-
Die vier geflügelten Wesen
Mensch,
Stier,
Löwe und
Adler
symbolisieren die vier
Evangelisten.
Sie erscheinen in der
Kunst als charakteristische und vermenschlichte Gestalten,
als Sinnbilder
der Evangelisten, basierend auf den Visionen,
Ezechiel 1,4-10:
"Ich sah: Ein Sturmwind kam von
Norden, eine große Wolke mit flackerndem Feuer, umgeben von einem hellen
Schein. Aus dem Feuer strahlte es wie glänzendes Gold. Mitten darin
erschien etwas wie vier Lebewesen. Und das war ihre Gestalt :
Sie sahen aus wie
Menschen. Jedes der Lebewesen hatte vier Gesichter und vier Flügel. Ihre
Beine waren gerade und ihre Füße wie die Füße eines Stieres; sie
glänzten wie glatte und blinkende Bronze. Unter den Flügeln an ihren
vier Seiten hatten Sie Menschenhände. (Auch Gesichter und Flügel hatten
die vier). Ihre Flügel berührten einander. Die Lebewesen änderten beim
Gehen ihre Richtung nicht: Jedes ging in die Richtung, in die eines seiner
Gesichter wies. Und ihre Gesichter sahen so aus: Ein Menschengesicht
(blickte bei allen vier nach vorn), ein Löwengesicht (bei allen vier nach
rechts), ein Stiergesicht (bei allen vier nach links) und ein Adlergesicht
(bei allen vier nach hinten)" .
Bei der
Offenbarung des Johannes
4,1-11
hatte erstmals Irenaeus,
um 200 n. Chr., die
Vision der Viergestalt den Evangelisten und deren Evangelien zugeordnet.
Durch Hieronymus,
um 400 n. Chr., setzte sich folgende Übereinstimmung von Wesen und den
Anfängen der Evangelien durch:
- Engel
oder Mensch für Matthäus
als Hinweis auf den
Stammbaum Jesu
und seine Geburt.
- Der
Löwe für Markus
als Anspielung auf die
mächtige Predigt
Johannes
des Täufers in
der Wüste.
- Der
Stier für Lukas,
weil vom Opfertier zu Beginn
seines Evangeliums die Rede ist.
- Der Adler
für Johannes,
da sein Evangelium
einem geistigen Höhenflug gleicht.
Stephan
Ewald
- Restaurator -
Friedberg-Ockstadt
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Stand: 20.02.2002
/ Günter
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